Kurz für die Zugucker, die die GUUG noch nicht kennen: Das sind die
Leute, die u.a. den Linux-Kongress und das Frühjahrsfachgespräch
veranstalten. Die Abkürzung steht für germanische Unix
Anwendervereinigung; daher auch die Farben Schwarz-Rot-Gold in der
GUUG-mal!
Studioleinwand (von links oben nach rechts unten). Demnächst
ein ausführlicher Beitrag zu diesem Thema.
Die Inspiration zu dieser CD-ROM kommt von Matthias Doffing. Er klagte mir mal sein Leid, dass er trotz interessanter Themen nicht noch mehr lesen wolle. Hätte man doch nur die Möglichkeit, sich die Texte vorlesen zu lassen! HTFM - hear the fine manual. Dabei wollte ich es nicht belassen, denn wenn Lesen das Denken prägt, dann benötigen wir für eine gepflegte Unix-Ketzerei bewegte bunte Bilder anstelle der üblichen Textwüsten. Oliver Flimm gab dem Kind dann den Namen: GUUG-mal!
In den Videos zu sehen ist, was sich als Thema gerade anbot und
sich mit vertretbarem Aufwand produzieren liess. Das wird sich
vermutlich nicht viel ändern, weshalb es sich nicht lohnt,
grossartige Theorien über Anspruch und Inhalt der CD-ROM zu
verkünden. Es soll fachlich für die GUUGer interessant sein, wobei
einer gelegentlichen Parodie nichts entgegensteht. Auch wenn viele
von uns unter skandalösen Bedingungen mit Computern von vor der
Jahrhundertwende arbeiten müssen, so sollte unser aller Alltag
ausreichend Potenzial für zukünftige Beiträge hergeben.

Jetzt zur Übersicht. Besitzt Alan Cox Aktien und manipuliert er die Kurse? In Bremen haben wir ihn zu diesem Thema interviewt. Weil wir nun gerade vor Ort waren, haben wir ausserdem noch seinen Vortrag über Linux 2.4 aufgezeichnet. Bei der anschliessenden Fragerunde hat dann auch das Licht für mehr als eine Audio-Aufzeichnung ausgereicht. Danach sehen Sie eine Parodie auf Werbesendungen und scheinbar günstige Computer-Produkte. Leider fielen die 800 Megabyte nicht in das dafür gespannte Auffangtuch, so dass im folgenden Beitrag eine neue Festplatte zum Einsatz kommen musste.
Anregungen, Kritik und Autogrammwünsche schicken Sie bitte per E-Mail an fanpost@guug.de. Unter der URL www.guug.de/guugmal/ können Sie aktuelle Reaktionen, Informationen und Zukunftspläne über GUUG-mal einsehen. Falls Ihnen Darsteller persönlich bekannt sind, dann halten Sie deren Identität bitte für sich, solange die Darsteller diese nicht ausdrücklich im Beitrag preisgeben.
Möglich wurde diese CD-ROM erst durch die Mithilfe von Claus Kalle, der seine Video-Kamera zur Verfügung stellte und die Digitalisierung übernahm. Dank gilt an dieser Stelle auch unserem Versuchspublikum, dass uns zur Veröffentlichung der Null-Nummer ermutigt hat. Trotz offensichtlicher Produktionsfehler scheinen die Beiträge zum Ansehen originell genug zu sein. Aber beurteilen Sie es doch einfach selbst. Viel Spass dabei.
Vermutlich liegt der Erscheinungstermin Ende Februar.
Angedacht sind die folgenden Themen (ohne Gewähr):
Am besten laden Sie sofort die Akkus der
Videokamera...
Der Anrufbeantworter dient zur vereinfachten Aufzeichnung von
Audio-Beiträgen. Sie erkennen das NT-Servicepack am ARGH-Ruf der
Anwender? Seit Ihren Experimenten zur Heimautomation sind die
Toilettenspülung und die Return-Taste vertauscht? Lassen Sie uns
an Ihrem Wissen und Können teilhaben. Sie befinden sich auf der
Rückfahrt vom Kunden und philosophieren über die Branche? Tun Sie
es laut: per Handy auf dem Anrufbeantworter. Aber vorher rechts
ranfahren... die GUUG braucht alle Mitglieder. 
Wählen Sie einfach die Vorwahl XXXX für XXXXXXXX, dann die XX XXX XX und schon sind Sie mit dem Anrufbeantworter verbunden. Sprechen Sie uns eine kurze Mitteilung fachlicher, politischer oder humoristischer Art auf Platte. Vielleicht kurze Informationen, für die sich eine E-Mail nicht lohnt? Wir sind gespannt, was dabei herauskommt. Sollten Sie sich versprechen, dann setzen Sie beim letzten Wort oder Satz einfach neu an. Wir schneiden den Versprecher dann heraus.
Werner Koch stellt freundlicherweise die Technik für den Anrufbeantworter zur Verfügung.
Bitte singen Sie nicht und untermalen Sie ihren Beitrag nicht mit
Ihrem Lieblingslied. Ansonsten besteht die Gefahr, dass
GEMA-Gebühren anfallen. Ernsthaft, schon ein ``Happy Birthday''
kostet pro CD -- mehr als wir gerne ausgeben möchten. Angesagt sind
Originalbeiträge, deren Urheberrecht Sie alleine innehaben und
deren Verwertungsrechte Sie noch nicht an Dritte abgetreten haben.
Im Zweifelsfall kann Ihr Beitrag nicht angenommen werden, denn
wir können für diese CD-ROM keine eigene Rechtsabteilung
unterhalten.
Bitte bewahren Sie Geschmack und Höflichkeit gegenüber den Zuguckern. Clips mit Sex- und Gewaltszenen werden nicht angenommen. Auch beleidigende oder bloßstellende Beiträge haben keine Chance.
Die Länge des Beitrags sollte zwischen 30 Sekunden und wenigen Minuten liegen. Planen Sie mit zwei Stunden Produktionszeit für eine Minute fertig geschnittenes Video. Falls Sie selbst keine Möglichkeit zum Schnitt oder zur Digitalisierung haben, übernimmt ggf. das GUUG-mal Produktionsteam diese Arbeiten für Sie. In Ausnahmefällen kommen wir sogar persönlich mit der Kamera vorbei. Voraussetzung dafür ist mindestens ein perfekt ausformuliertes Drehbuch.
Das Produkt der Digitalisierung sollte ein MPEG-Film mit einer Bildgrösse von ca. 380x280 Bildpunkten sein, was einer Bandbreite von 3-5 Mbit/s entspricht (50-fache ISDN-Qualität). Aufzeichnungen in einem beliebigen "Real"-Format sind nicht willkommen, da die zugehörigen Abspielprogramme für Unix in der Vergangenheit wenig unterstützt wurden und die Firma Real wegen ihrer Praktiken zur versteckten Übermittlung der Abspielgewohnheiten bereits in den Schlagzeilen war.
Die Produktion geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr und
Rechnung, vorbehaltlich der Ablehnung durch GUUG-mal. Sie stellen
uns den Beitrag unentgeltlich für die Verwertung auf der GUUG-mal
CD-ROM zur Verfügung. So einfach ist das.
Kurz zur Technik. Sorgen Sie für eine gleichmässig helle Ausleuchtung der Motive. Bei zu schwachen Lichtverhältnissen sinkt ausserdem die Bildqualität. Im Idealfall montieren Sie die Kamera auf ein Stativ. Auf diese Weise bleibt das Bild ruhig. Einfache Stative in der Preisklasse unter DM 100 erfordern viel Fingerspitzengefühl bei der Nachführung der Kamera, wie man beim Video mit Alan Cox sieht.
Ein Mikrofon ist ein klares Muss. Praktisch sind Ansteck-Mikrofone mit eingebautem Verstärker. Testen Sie den Ton unbedingt unter den vorgesehenen Bedingungen und kontrollieren Sie den Ton während der Aufnahme.
Bild, Ton und Handlung gleichzeitig zu gewährleisten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Laden Sie lieber ein paar Freunde als Helfer ein, dann haben Sie weniger Stress und mehr Spass. Auch wenn die Produktion Stunden verschlingt, so ist das deutlich unterhaltsamer, als wenn man nur einen Text geschrieben hätte.
. Bedingung ist lediglich, dass die
Seiten unter Unix noch gut lesbar sind, vorzugsweise sogar mit dem
textbasierten WWW-Browser Lynx. Die grundlegende Funktionalität
muss auch bei abgeschaltetem JavaScript und ohne Java zur Verfügung
stehen.
Herausgeber, Redaktion und Gestaltung: Winfried TrümperTechnik: Claus Kalle